Das Bauspardarlehen

Bausparen dürfte wohl noch immer das am meisten genutzte Produkt der Finanzbranche darstellen, wenn es darum geht, Menschen ihre eigenen vier Wände zu ermöglichen. Es werden immer noch viele Bausparverträge abgeschlossen und viele Menschen möchten sich damit ihren Traum vom eigenen Heim erfüllen. Doch fragt man sich zunächst, ob dieses sehr alte Produkt heute noch zeitgemäß ist. Diese Frage stellt man sich dabei nicht ganz ohne Grund. Die Ansparzeiten sind sehr lang und eine Zuteilung ist manchmal ein Glücksspiel.

Wie funktioniert Bausparen?

Bausparen untergliedert sich meist in drei Phasen. Die erste Phase ist die Ansparphase. Hier wird der Vertrag für einen gewissen Zeitraum, meist mehr als sieben Jahre, bespart. Es werden jeden Monat bestimmte Beträge in den Vertrag eingezahlt und man bildet damit einen gewissen Grundstock. Dieser Grundstock wird solange angespart, bis der Kredit zuteilungsreif ist. Hier richtet sich die Zuteilungsreife nach der vereinbarten Summe und dem verstreichen des Zuteilungstermins. In aller Regel muss zunächst 40 % - 50 % der Summe angespart werden und erst danach darf der Vertrag zugeteilt werden. Auch muss eine Mindestbewertungszahl erreicht sein. Die Zuteilungen erfolgen aus den Ansparsummen der anderen Bausparvertragsinhaber. Es ist also so eine Art Umlage, welche hier getätigt wird. Die Einzahlungen der Sparer in der Ansparphase werden dazu genutzt, den anderen die Darlehen auszuzahlen. Diese werden dann in der Darlehensphase, der dritten Phase beim Bausparen, wieder zurückgezahlt. Der Bausparvertrag kann also ein wichtiger Baustein sein, um seine Finanzen beim Hausbau im Griff zu halten.

Lohnen sich Bauspardarlehen?

Viele fragen sich nun, ob sich Bausparen noch lohnt. In Zeiten sehr günstiger Bankkredite lohnt Bausparen in aller Regel nicht. Hier gibt es Geld recht günstig bei der Bank und die Zinsen bei Bausparverträgen in der Ansparphase sind sehr gering. So kann meist auch eine Anlage des angesparten Geldes in einem Ansparplan deutlich besser sein. Auch wenn Kredite danach noch günstig vergeben werden, ist eine normale Finanzierung meist günstiger als der Bausparvertrag. Steigen aber die Zinsen, wie eben in Zeiten der Finanzmarktkrise, und werden dabei kaum noch Zinsen auf Guthaben gezahlt, dann vertauscht sich dieses Verhältnis wieder. Dann ist meist der Bausparvertrag das bessere Mittel und die bessere Anlage. Ein genauer Vergleich tut also Not.